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OTTO-STADT AN DER ELBE

Magdeburg - Hier wurde nicht nur das Vakuum "erfunden"!

03. März 2019

Als begeisterter Fan der Handballmannschaft Frisch-Auf Göppingen war ich natürlich hoch erfreut, als die Mannschaft 2018 die Qualifikation zum Final-Four des EHF Pokals erreicht hatte. In diesem Jahr wurde das Final-Four in Magdeburg ausgetragen. Also habe ich mich mit eine paar Freunden entschieden, die Mannschaft nach Magdeburg zu begleiten und sie bei ihrem Kampf um den Pokal zu unterstützen.

Dies war dann auch die Gelegenheit neben den Handballspielen die Stadt Magdeburg etwas näher kennen zu lernen.

Der EHF-Pokal

Leider hatte Frisch-Auf in diesem Jahr keinen guten Start und mussten am ersten Tag im Halbfinale gleich gegen die Füchse Berlin antreten. Dabei verpassten sie leider den Einzug ins Finale.

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GETEC Arena in Magdeburg

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Spiel gegen Berlin

Am zweiten Tag spielte Frisch-Auf Göppingen dann im Spiel um den dritten Platz gegen die Hausherren aus Magdeburg. Leider konnte Frisch-Auf dieses Spiel auch nicht für sich entscheiden und musste mit dem 4. Platz des EHF-Pokals 2017/2018 nach Hause reisen.

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Frisch-Auf Göppingen gegen Magdeburg

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Vor dem Spiel

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Das Spiel

Magdeburg

Obwohl unserer Mannschaft an diesem Wochenende leider nicht so gut abgeschnitten hatte, genossen wir die Zeit vor und nach den Spielen.

Den Vormittag des zweiten Tages nutzten wir für einen Spaziergang durch die Stadt und an der Elbe entlang.

Sankt Johannis Kirche

Unseren Spaziergang haben wir an der Johanniskirche gestartet. Die Kirche selbst hat eine wechselvolle Geschichte durch mehrfache Zerstörung und Wiederaufbau hinter sich. Die letzte Zerstörung erfolgte während des zweiten Weltkriegs.

Auf Grund der spärlichen Zuwendungen während der DDR-Zeit erfolgte der Wiederaufbau nur schleppend. Erst nach der Wende wurde das Bauwerk wieder vollkommen hergestellt. Als letztes wurden die gotischen Fenster wieder hergestellt. Dabei wurden die Fenster der Südseite vom Dresdner Künstler Max Uhlig gestaltet.

Heute dient die Kirche als Veranstaltungsort für Ausstellungen und Konzerte

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Magdeburg Johanniskirche

Das Portal der Vorhalle der Kirche wird seit 1983 durch das Relief "Zerstörung und Wiederaufbau der Stadt Magdeburg" von Heinrich Apel geschmückt. Neben dem Portal stehen zwei Skulpturen - links "Mutter mit totem Kind" (zum Symbolisieren des Krieges und der Zerstörung) und rechts "Trümmerfrau" (zum Symbolisieren des Friedens und Wiederaufbaus).

Die "WoBau-Welle"

Wenn man parallel zur Elbe weiter Richtung Dom geht, kommt man an der "WoBau-Welle" vorbei. Die sogenannte "WoBau-Welle" ist ein in den 1960er Jahren gebauter Wohnblock. Dieser Wohnblock wurde 2013 von der Wohnbau generalsaniert. Dabei wurden insbesondere die Balkone umgestaltet und bekamen eine besonders hervorstechende Wellenform. Diese Wellenform gibt dem Gebäude unter den Magdeburgern den Namen "WoBau-Welle".

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WoBau-Welle

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Schneckenbrunnen

An der rechten Ecke der "WoBau-Welle" findet man einen aus Edelstahl und Messing gefertigten Brunnen. Dieser wird von den Magdeburgern "Schneckenbrunnen" genannt. 

Kloster "Unser Lieben Frauen" und Skulpturenpark Magdeburg

Geht man weiter Richtung Dom, so gelangt man nach ein paar Metern zum ehemaligen Kloster "Unser Lieben Frauen". Das Kloster als ältestes Gebäude Magdeburgs ist heute zu einem Kunstmuseum für Gegenwartskunst und moderne Skulpturen ausgebaut.

Auf dem Weg zum Kloster wird man bereits von den ersten Skulpturen empfangen, welche um das Museum herum und an der Elbe aufgestellt sind und einen Skulpturenpark bilden.

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Grüne Zitadelle (Hundertwasser-Haus)

Wendet man sich vom Kloster in Richtung Innenstadt, erreicht man die "Grüne Zitadelle". Dieses Gebäude wurde von Friedensreich Hundertwasser entworfen und 2005 fertiggestellt.

Das Gebäude umfasst zwei Innenhöfe und bekam seinen Namen "Grüne Zitadelle" auf Grund seines grasbewachsenen Dachs und der vielen Bäume, welche auf, in und am Gebäude wachsen.

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Grüne Zitadelle

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Grüne Zitadelle

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Grüne Zitadelle

Die Elbe

Passiert man den Dom und geht Richtung Elbe, gelangt man zu einem Aussichtssteg, welche über die Elbe ragt. Vom Ende des Stegs bietet sich ein ungestörter Blick über die Elbe.

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Elbe Stromabwärts

Stromabwärts hat man den Blick auf die Sandbänke an der Elbe und weiter im Hintergrund sieht man die Brücke der Ernst-Reuter-Allee.

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Stromaufwärts sieht man zum einen die Sternbrücke, welche die Elbeinsel Werde und den Rotehornpark mit der Altstadt Magdeburgs verbindet.

Zum anderen sieht man die alte Hubbrücke Magdeburgs, welches unser nächstes Ziel ist.

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Hubbrücke Magdeburg

Die ehemalige Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Berlin-Magdeburg dient heute rein als Fußgängerbrücke und verbindet die Altstadt Magdeburgs mit dem Parks der Elbeinsel Werder.

Der Bahnverkehr wurde 1998 eingestellt und 2001 wurde die Brücke aus Sicherheitsgründen in der jetzigen angehobenen Stellung arretiert.

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2003 wurde die Brücke saniert. Dies war nur möglich, nachdem viele Bewohner Magdeburgs spendeten. Für jede Spende gab es eine Holzbohle mit individueller Gravur oder ein graviertes Schild am Brückengeländer.

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Hubbrücke Magdeburg

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Hubbrücke Magdeburg

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Hubbrücke Magdeburg

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Hubbrücke Magdeburg

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Hubbrücke Magdeburg

Elbeinsel Werder, Domblick

Nachdem wir über die Hubbrücke die Elbe überquert haben, sind wir auf der Insel wieder stromabwärts Richtung Brücke Ernst-Reuter-Allee spaziert. 

Vom gegenüberliegenden Ufer hatten wir einen wunderbaren Überblick über die Altstadt Magdeburgs. Besonders der Dom ist ein markantes Wahrzeichen der Stadt.

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Dom zu Magdeburg

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Dom zu Magdeburg

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Dom zu Magdeburg

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Dom zu Magdeburg

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Dom zu Magdeburg

Nachdem wir über die Brücke der Ernst-Reuter-Allee zurück zur Altstadt Magdeburgs gegangen sind, war unser halbtägiger Spaziergang durch Magdeburg auch schon wieder vorbei.

Wir konnten nur einen kleinen Teil Magdeburgs sehen. Doch was wir sahen hat uns gefallen. Es gibt aber noch viel mehr in Magdeburg zu sehen und zu erkunden. Vielleicht komme ich ein andermal zurück?

- Allzeit gute Reise -